Integraler Gestalt-Ansatz - Hintergrund für Dialogorientierte Beratung Das Fundament meiner Arbeit bildet der Integrale Gestalt-Ansatz nach seinen Begründern Martina Gremmler-Fuhr und Dr. Reinhard Fuhr. Darauf aufbauend entwickelte ich meine praktische und theoretische Arbeit weiter. |
|||
![]() |
|||
Gestalt-Ansatz als Basis Der Integrale Gestalt-Ansatz ist ein umfassender theoretischer und praxisorientierter Ansatz der geeignet ist, Lernprozesse zu unterstützen. Er basiert auf der in den 30er bis 60er Jahren von Frederick S. Perls, Laura Perls und Paul Goodman begründeten Gestalttherapie. Die Gestalttherapeuten stellten die Entwicklung der Aufmerksamkeit und den Fokus auf das aktuelle Geschehen im "Hier und Jetzt" in das Zentrum. Dies war eine deutliche Abgrenzung gegenüber der vergangenheitsorientierten Psychoanalyse. Die Gestalttherapie beruhte von Beginn an auf einem Denken und Handeln, welches Polaritäten im Sinne eines "sowohl als auch" verband. So konnten die Gestalttherapeuten unterstützend wirken und Bewegung in festgefahrene Denk- und Verhaltensmuster bringen. Die Begründer der Gestalttherapie bezogen ebenso feldtheoretische Ansätze von Kurt Lewin sowie die Dialogphilosophie von Martin Buber in ihr Denken und Handeln mit ein - sie waren damit ihrer Zeit weit voraus. In seinen Weiterentwicklungen wurde der Gestalt-Ansatz zur Grundlage für verschiedene pädagogische und sozialpsychologische Tätigkeiten. Integrales Paradigma Der Integrale Gestalt-Ansatz kann als eine Weiterentwicklung der Gestalttherapeutischen Grundlagen verstanden werden, der von den Grundlagen ausgehend weitere Erkenntnisse im Rahmen des Integralen Paradigmas zusammenführt. Integrales Paradigma steht für eine dynamische Philosophie und Metatheorie, die auf einem vielperspektivischen Denken in Zusammenhängen beruht. Es ist eine umfassende Sichtweise auf die Welt, die sich auf die "integralen Bewusstheitsstrukturen" nach Jean Gebser bezieht. Das Integrale Paradigma führt eine Vielzahl von Erkenntnissen zusammen, die aus unterschiedlichen Gebieten unseres heutigen Wissens stammen. Hervorzuheben wären Theoretiker, die sich mit der menschlichen Entwicklung beschäftigen (Jean Piaget, Erik Erikson, Ken Wilber, Abraham Maslow, Robert Kegan u.v.a.) oder interdisziplinäre Forschungsansätze, die sich verbindenden Mustern widmen und damit geeignete Ansätze für den Umgang mit Komplexität entwerfen (Gregory Bateson, Rupert Sheldrake, Ervin Laszlo u.v.a ). Integraler Gestalt-Ansatz als professionelle Grundlage Als eine professionelle Grundlage für die Arbeit in Beratung, Coaching, Supervison, Erwachsenenbildung und Organisationsentwicklung integriert der Integrale Gestalt-Ansatz unterschiedliche Ansätze. Es fließen sowohl humanistisch-psychologische Verfahren (z.B. TZI, Carl Rogers) als auch systemische Herangehensweisen (z.B. Familientherapie, Ivan Boszormenyi-Nagy) ein. Ebenso werden verhaltenstheoretische wie auch existentielle Ansätze (z.B. Irvin Yalom) theoretisch und praktisch aufgegriffen. Die verschiedenen Ansätze finden durch die Integration ein dynamisches Zusammenwirken, welches durch grundlegende Merkmale charakterisierbar ist: - Vielperspektivität und Prozessbewusstsein im Umgang mit Komplexität - lebenslange Entwicklung von einzelnen, sozialen Einheiten und Organisationen - Orientierung und Sinngebung in einer unübersichtlichen Wirklichkeit - Realisierung dialogischer Qualitäten in der Arbeit und im Alltag |